Eine Reise in die 70er

Nun dauert es nicht mehr lange, und Agnetha Wiesenbauer wird wieder in eine andere Zeit reisen. Es passiert nicht ganz freiwillig, aber wer den ersten Band von 'Aus früheren Zeiten' gelesen hat, der weiß, dass Agnetha Bekanntschaft mit dem Geist eines verstorbenen Teenager-Mädels gemacht hat. Für diesen musste sie im ersten Band ins Jahr 1925 reisen. Und, was soll ich sagen: Der Geist namens Emilia taucht dann tatsächlich schon wieder auf.

Dieses Mal reisen wir gar nicht so weit weg und einige von euch können sich vielleicht ja sogar noch an die Zeit erinnern. Ich, zum Beispiel😄, denn die Zeit, in die Agnetha reist, habe ich als Kind erlebt. Okay, ganz frisch sind meine Erinnerungen nicht mehr, denn 1973 war ich erst fünf Jahre alt. Aber an die Pril-Blumen an den Fliesen bei uns in der Küche, an die kann ich mich noch gut erinnern😂 

Falls ihr euch auch noch an Dinge an den 70ern erinnern könnt - seien es die Pril-Blumen oder andere Sachen, dann schreibt es gern unten in die Kommentare. 

Welchen Auftrag Agnetha im Jahr 1973 zu erfüllen hat, das erzähle ich euch das nächste Mal. Es wird auf jeden Fall spannend.

Hier möchte ich euch noch kurz zeigen, aus welchem Foto (unter anderem) das Cover für Band 1 entstanden ist. Es ist eine Aufnahme vom Ibbenbürener Zentralfriedhof aus. 

Hier das Cover

und hier die Aufnahme vom Friedhof mit Blick zur Mauritiuskirche

Und? Findet ihr das Bild im Cover wieder?

Habt alle noch eine schöne Zeit und insbesondere eine schöne Lesezeit - mit Keks, Tee und Decke auf dem Sofa🤗

Der Bierkrawall in Frankfurt im Jahr 1873

Hallo zusammen,

habt ihr schon mal was vom Bierkrawall in Frankfurt gehört?

Er war am 21.04.1873 und eigentlich war es ein Tag zum Feiern, ein Volksfesttag, bei dem viele Arbeiter sogar frei bekommen hatten. Doch man war unzufrieden. Nicht wegen des Wetters, nicht wegen des freien Tages, sondern wegen des Bierpreises. Seit dem ersten April galten neue Preise. Sie waren gewachsen, nicht geschrumpft.

Tja, könnte man denken: Alles wird ja hin und wieder teurer. Doch verhielt es sich so, dass ein Schoppen Bier, der bisher einen Batzen (= 4 Kreutzer) gekostet hatte, nun auf viereinhalb Kreutzer erhöht wurde. Das Blöde war nur: Es gab keinen halben Kreutzer als Zahlungsmittel.

Was tun? Die Gastwirte und Brauereien hatten da so ihre Ideen und gaben eigene Halbkreuzmarken heraus. Doch nun war es so, dass die bierfreudigen Frankfurter nicht nur mehr Geld bezahlen mussten, sondern ihre erhaltene Halbkreuzmarke nicht im nächsten Gasthof einlösen konnte, denn jeder Wirt hatte seine eigenen Marken.

Nicht schön.

Und so kam es, dass sich das feierlustige Volk mit dem Schlachtruf "Mir wolle Batzebier" auf den Weg vom 'Bleichgarten', wo das eigentliche Fest stattgefunden hatte, zu den Gaststätten in der Innenstadt machte.

Auch nicht schön.

Innerhalb weniger Stunden wurden 18 Wirtschaften und Brauereien zerstört. Zwanzig Menschen starben. Es gab zahlreiche Verwundete. Traurig.

Die Informationen habe ich aus dem sehr interessanten Buch "Das unbekannte Frankfurt" von Walter Gerteis. Dort stehen viele interessante Geschichten zu Frankfurt. Ich habe es mir gekauft, um für meinen in Frankfurt spielenden historischen Roman "Die verbotene Seite" ermitteln zu können.

Es hat sich gelohnt. Auch der Bierkrawall kommt in dem Roman vor.

Neugierig geworden? Dann holt euch den spannenden und auch humorvollen Roman, der im Jahr 1887 spielt und in dem es nicht nur um die erste große Liebe der 17-jährigen Marie geht, sondern auch um den Konflikt der Arbeiterschaft und der reichen Bürger.

Zurzeit kostet das eBook nur 0,99 € im Amazon-Shop. Prime-Mitglieder lesen sogar gratis.


Ich wünsche euch eine schöne Lesezeit.

Herzliche Grüße
Jamie Craft

Die erste elektrische Straßenbahn Deutschlands in Frankfurt am Main


Hi Leute,

ich hab euch hier mal die erste elektrische Straßenbahn Frankfurts gezeichnet😊

Sie wurde im Jahr 1884 in Betrieb genommen und führte zunächst von Sachsenhausen nach Oberrad. Kurze Zeit später sogar bis nach Offenbach. Sie war die erste kommerziell betriebene elektrische Straßenbahn Deutschlands. Und sie umfasste eine Streckenlänge von 6,7 Kilometern.

Dieser Prototyp hatte natürlich noch so seine Stolperfallen. Die Stromleitungen waren mit sogenannten Kontaktschiffchen versehen, die gerne mal aus ihren Verankerungen sprangen und dann der Bahn einen Zwischenstopp aufnötigten, denn die Schiffchen mussten per Hand wieder eingesetzt werden. Daher führte jeder Triebwagen eine Leiter mit sich. 

Und zwischen 11 und 12 Uhr mittags verlangte die Bahn nach einer halbstündigen Pause. Da ließ sie sich dann mit Wagenfett massieren😊

Und ich habe gehört, dass das Mitfahren auf einer der Holzbänke, die jeweils an der Längsseite angebracht waren, den eigenen Körper auch gut durchgerüttelt haben soll (also eine Art Massage inklusive😄)

Manch einer ist dann wohl lieber doch wieder auf die altbewährte Pferdebahn aufgesprungen.

In meinem historischen Roman "Die verbotene Seite" setzt Marie sich dieser im Volksmund gerne "Knochenmühle" genannten Bahn aus, um von der "Alten Brücke" in Sachsenhausen bis zum Mathildenplatz in Offenbach zu gelangen. 

Hier ein kleiner Ausschnitt aus ihren Erlebnissen diesbezüglich: 

Als sie die rote Statue von Karl dem Großen aus Mainsandstein passierte, begann sie zu winken, nicht zu Karl, sondern der Elektrischen. Sie hatte das Gefühl, dass sich die Trambahn bereits in Gang setzte.
»Halt!«, rief sie und rannte noch schneller. Sie durften nicht ohne sie abfahren! Soeben sah sie das erste Ruckeln der Elektrischen. »Halt! Bitte warten Sie!«
Sie hatte Glück. Im letzten Moment ließ der Schaffner sie noch einsteigen. Sie erklomm die eiserne Stufe und war mit dem nächsten Schritt auf der überdachten Plattform. Der Schaffner schloss das schmiedeeiserne Gitter hinter ihr.
»Na, junge Dame«, sagte er und schob seine Dienstmütze zurecht. »Noch Glück gehabt, was? Gerade noch die letzte Bahn vor der Pause erwischt, was?«
»Was denn für eine Pause?«, fragte Marie.
»Na, die Wagen müssen doch mittags nochmals geschmiert werden, sonst rollen sie doch nicht ordentlich.«
»Aha.« Marie nickte.
»Das nächste Mal ruhig etwas früher da sein, wenn's geht.«
»Ja«, sagte Marie, »verzeihen Sie vielmals und danke schön, dass Sie auf mich gewartet haben.«
»Is' schon gut«, murmelte der Trambahnschaffner in seinen weißen Bart hinein. »Bis zum Mathildenplatz oder nur Teilstrecke?«
»Bis zum Mathildenplatz, bitte.«
»Das macht zwanzig Pfennig.«
Während Marie in ihrer Handtasche kramte, öffnete er schon mal die um seine Uniform geschnallte lederne Tasche und zog ein Ticket hervor.
Schließlich öffnete Marie die Tür zum Innenraum des Wagens und setzte sich zu den anderen Fahrgästen auf die rechte der längsseits angebrachten Holzbänke. Marie war froh, dass nur wenige Personen zugegen waren. Und noch mehr freute sie sich, als sie endlich am Mathildenplatz in Offenbach die ›Knochenmühle‹ wieder verlassen konnte. Sie trug ihren Namen zurecht. Marie fasste sich an die Wirbelsäule.

Aus: "Die verbotene Seite" von Jamie Craft


Derzeit gibt es den mit zahlreichen Wendungen versehenen historischen Roman als eBook zum Vorteilspreis von nur 99 Cent. Und da er im Prime-Programm von Amazon aufgenommen wurde, lesen ihn Prime-Mitglieder  derzeit sogar kostenlos. 

Habt noch eine schöne Lese-Woche (das Wetter lädt je zurzeit zu einem gemütlichen Sofa-Lese-Nachmittag ein).

Herzliche Grüße
Jamie


Info-Quelle zur Straßenbahn auf Wikipedia


Buchgewinn

 


Hier seht ihr das Taschenbuch-Cover meines historischen Romans 'Die verbotene Seite'. Eigentlich wollte ich euch gerade raten lassen, in welcher Stadt er wohl spielt, aber ich glaube, das kann man auch ohne Kenntnisse der Umgebung mit einem kurzen Blick auf den Klappentext herausfinden😂🙈

Aber habt ihr eine Ahnung, aus wie vielen Fotos sich das Cover zusammensetzt? Wer mag schätzen? Schreibt eure Vermutung gerne unten in die Kommentare. Wenn ihr richtig liegt, wandert ihr in einen Lostopf und habt die Chance auf einen Buchgewinn🥰.

Übrigens gibt es das eBook derzeit zum Schnäppchenpreis - also schnell downloaden😊 Oder doch vielleicht erst in die Leseprobe hineinschnuppern? 

Und wer gerne humorvolle Cosy-Krimis mag: Unter meinem Pseudonym Pebby Art gibt es das eBook "Die Senioren-Soko: Handtaschenalarm" derzeit für nun 99 Cent.


Habt einen schönen 1. Mai🌼🌷

Herzliche Grüße

Jamie Craft

Kurzfristig zum Angebotspreis von nur 99 Cent (eBook): Die Senioren-Soko von Pebby Art

Wer Spannung und Humor mag, der ist bei der 'Senioren-Soko' sehr gut aufgehoben.
Und wenn du außerdem Geld sparen möchtest, dann lad dir das eBook zum kurzfristigen Angebotspreis für nur 99 Cent im Amazon-Shop herunter. 



Seniorin Elfriede Greismann ist den Klausmüller-Fans bereits aus der Kinderbuch-Reihe rund um den Esel Klausmüller bekannt. 


Doch nun begibt sich Oma Greismann mit ihrer Rentnergang aus dem Seniorenheim auf Diebessuche. 

Spannend, witzig und mit Gefühl. 

Zum Inhalt:

Leicht tüdelig, aber mittendrin. Humorvoll und auf spannenden Fährten unterwegs: Oma Greismanns kunterbunter Soko-Haufen ermittelt wieder.

Elfriede Greismann ist überfallen worden. Grund genug, die Senioren-Soko zusammenzutrommeln.
Doch nicht nur die verschwundene Handtasche macht Elfriede zu schaffen, auch ihr Schwiegersohn in spe bereitet Probleme und Enkelin Tanja ist nach ihrem Englandaufenthalt kaum wiederzuerkennen.
Und dann wird da auch noch eine Bürgerwehr gegründet. Eine Konkurrenz zur Soko? Elfriede zieht schon mal die Augenbrauen zusammen und ermittelt weiter, bis sie eine erschreckende Entdeckung macht …

Ein turbulenter Oma-Greismann-Roman inklusive Familiendramatik und Spannung.

Wer auch den ersten Fall der bunten Truppe nicht verpassen möchte, der findet ihn unter dem Titel "Die Senioren-Soko. Eselalarm".

Hier gibt es eine Leseprobe

Ich wünsche euch viel Spaß mit den Senioren.

Herzliche Grüße

Jamie Craft



Im Prime-Reading-Programm: Die verbotene Seite

Magst du historische Romane?

Interessieren dich die Geschichten, die hinter alten Gemäuern stecken? 

Möchtest du dabei sein, wenn Marie auf die Pferdebahn aufspringt, während das Pferd im langsamen Schritt voranschreitet? Denn es soll nach Möglichkeit nicht anhalten, weil es viel Kraft kostet, den Straßenbahnwagen wieder in Gang zu bringen. Von Pferden gezogene Straßenbahnen. Hunde, die hinterher rannten, weil es ihnen verboten war, mitzufahren. Das alles gab es im Jahr 1887. Und doch besaß Frankfurt bereits eine erste elektrische Straßenbahn. 

So ähnlich sah die Elektrische aus (kleine Zeichnung von mir😊)


Wenn dich diese historischen Details interessieren, dann folge Marie in "Die verbotene Seite" ins kaiserliche Frankfurt. Doch gibt es nicht nur historisches Ambiente, es geht auch spannend zu. Außerdem trifft Marie auf ihre erste große Liebe und für den Humor sorgt Opa Oskar und das Hausmädchen Frida.



Derzeit können Amazon-Prime-Mitglieder das eBook kostenlos downloaden. Und auch Kindle-Unlimited-Leser'innen lesen kostenfrei. 

Du möchtest ein wenig mehr erfahren zu Marie und ihrer Geschichte? Schau dir gerne den Klappentext an oder stöbere durch die Leseprobe

Ich freue mich auf dich😊

Herzliche Grüße

Jamie Craft


Buchverlosung auf LovelyBooks

Hi Leute,

auf LovelyBooks läuft gerade die Bewerbungsphase für eine Buchverlosung (ebooks)🤗. Die Bewerbungsfrist geht bis zum 22.04.2021.



Um diesen Roman geht es😊


Eine Frage stelle ich euch dort. Und zwar: Was sind eure historischen Lieblingsorte. Habt ihr sie schon gefunden?

Echt spannend, was ihr da bisher geschrieben habt. Ich bekomme richtig Lust aufs Reisen (auf dass es bald wieder geht). Es gibt noch sooooo viele Orte, die ich noch nicht gesehen habe. 

Habt ihr auch eine Altstadt oder eine andere historische Stätte, die euch magisch anzieht? Schaut gerne mal vorbei bei der Buchverlosung, erzählt von euren Lieblingsorten und gewinnt eins von 20 eBooks.

Hier schon mal ein paar Fotos von den historischen Orten aus dem Roman "Die verbotene Seite". Ich war letztes Jahr im Sommer dort und habe mir die Stätten, die in meinem Roman vorkommen, genauer angeschaut. 



Na, wisst ihr, wo der Roman spielt?

Habt noch eine schöne Woche!

Herzliche Grüße 

Jamie

Nur für kurze Zeit - ebook günstig

Hallo zusammen🤗,

mein historischer Zeitreise-Roman »Die Prophezeiung. Das Inferno von Little Germany, New York« hat einen neuen Look erhalten, präsentiert sich nun in diesem Cover-Kleid und hüpft für kurze Zeit für nur 99 Cent auf deinen Reader. Mit nur einem Klick kann das eBook im Amazon-Shop abgeholt werden (für Taschenbuch-Freunde gibt es natürlich auch eine Printversion für 12,95€).


Der Zeitreiseroman entführt euch nach New York ins Jahr 1904. Habt ihr gewusst, dass es damals in New York den Stadtteil »Little Germany« gab? Und warum gibt es ihn heute nicht mehr? Zum Teil hängt es mit der Katastrophe zusammen, die sich dort am 15. Juni auf dem East River zugetragen hat und der über eintausend Menschen zum Opfer gefallen sind. 

Dass es dieses Schiffunglück gegeben hat (die größte Katastrophe vor 9/11), habe ich erst im Jahr 2004 erfahren und es hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe eine fiktive Geschichte konstruiert, die 14 Tage vor dem fröhlichen Ausflug, der so traumatisch endete, beginnt. 

Meine 14-jährige Hauptfigur Greta begegnet einer merkwürdigen jungen Frau, die das Feuerinferno auf dem Ausflugsdampfer »General Slocum« vorhersagt und behauptet, aus der Zukunft zu kommen. Gemeinsam müssen sie die Katastrophe verhindern, sagt die junge Frau namens Lillie. Doch können sie das schaffen? 

Das erwartet dich: 

  • ein mitreißender Familienroman, der Greta und ihre Familie für 14 Tage in den Mittelpunkt dieser großen Stadt stellt 
  • Spannung gewürzt mit einer Prise Humor (darf in meinen Romanen nie fehlen😊)
  • Informationen zum Unglück (zusätzlich im Nachwort)
  • über 450 Seiten Lesevergnügen für nur 99 Cent (nach der Preisaktion: 3,99€)
Ich bin total erfreut, dass meine kleine Werbeaktion, die ich auf einigen Plattformen gestartet habe, dem Buch bereits einen guten Push verschafft haben, und freue mich riesig auf dich als meine Leserin, meinen Leser.

Bleibt gesund und habt eine schöne Zeit!

Herzliche Grüße
Jamie Craft



Neuer Zeitreise-Krimi für kurze Zeit zum Einführungspreis von nur 99 Cent

Hallo ihr Lieben🤗,

heute darf ich euch mein neues eBook 'Aus früheren Zeiten. Die Tote am Felsen' vorstellen. Es ist ein Zeitreise-Krimi und er entführt euch ins Jahr 1925 und zwar in meine Heimatstadt Ibbenbüren. Es ist für mich ein ganz besonderer Roman, auch wenn die Figuren natürlich alle frei erfunden sind.


Sehr viel habe ich auf den wunderbaren Seiten des Stadtmuseums in Ibbenbüren recherchiert. Ein großes Lob an die Betreiber der Seite! Besonders interessant finde ich die vielen Fotos auf den Seiten "gestern und heute". Es ist total spannend, die Straßen und Orte vom selben Aufnahmepunkt einmal aus heutiger Sicht und dann aus vergangenen Tagen zu sehen. Schaut euch die Seiten einfach mal an. Es lohnt sich😊

Auf Amazon könnt ihr meinen spannenden Zeitreiseroman für nur 99 Cent auf euer Kindle oder euer Handy laden. Gebt ihm ein neues Zuhause und er wird euch mitreißen ins Jahr 1925. Natürlich wird es für die Papierliebhaber unter euch auch noch eine gedruckte Version geben. Ich bin gerade mit dem Buchsatz beschäftigt😊.

Wer gerne auf Lovelybooks mitlesen möchte, der hat jetzt die Chance, sich zu bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 27.01.2021. Ihr habt dort die Möglichkeit, eins von 25 eBooks zu gewinnen (Mobi oder Epub). Zusätzlich könnt ihr in der Leserunde, wenn ihr zu den ersten zehn Rezensenten gehört, ein signiertes Taschenbuch aus meinem Repertoire gewinnen (auch eins von meinen als Pebby Art geschriebenen Büchern).

Na, Lust mitzulesen oder downzuloaden? Dann nix wie 'klick' und zack - ist es  bei euch.

Habt viel Spaß!

Liebe Grüße

Jamie


Gewinnspiel



Mögt ihr historische Romane? Oder humorvolle Kriminalromane? Oder doch lieber ein lustiges, spannendes Kinderbuch? Dann macht mit und gewinnt ein signiertes Taschenbuch aus meiner Schaffenskiste😊

Im oberen Bereich auf dieser Website findet ihr kurze Beschreibungen und Leseproben zu meinen Jamie-Craft-Büchern. Auf der Kinderbuch-und-mehr-Website findet ihr die Bücher, die ich unter dem Pseudonym Pebby Art geschrieben habe. Schaut euch gerne um.

Wie könnt ihr gewinnen? Tragt unten in der Kommentarleiste einfach ein, welches Genre euch am meisten interessiert (vielleicht auch noch warum) oder ihr schreibt direkt, welches meiner Bücher ihr gerne im Gewinnfall bekommen möchtet.

Ich verlose insgesamt 3 signierte Taschenbücher. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 03. November 2020 (23:59 Uhr). Glücksschweinchen Rose und ich werden dann den Gewinner / die Gewinnerin losen.

Rose schüttelt schon mal den Lostopf😉


Alternativ könnt ihr auch über Facebook oder Instagram mitmachen. Und wer kein Gewinnspiel und keine Neuerscheinungen verpassen möchte, der abonniert am besten meinen Newsletter. Als Dankeschön erhält jeder neue Newsletter-Abonnent meinen spannenden Zeitreise-Thriller 'Lillies Reise gegen die Zeit' als eBook geschenkt.

Viel Glück!

Liebe Grüße
Jamie Craft

Frankfurts ›Knochenmühle‹: die erste elektrische Straßenbahn😀

Hallo zusammen,

heute habe ich euch etwas gebastelt, na ja, oder gezeichnet. Es ist die erste elektrische Straßenbahn Frankfurts und sie verkehrte ab 1884 zwischen der Alten Brücke in Sachsenhausen über Oberrad (damals noch nicht zu Frankfurt gehörend) und dem Mathildenplatz in Offenbach. 6,7 Kilometer fuhr die erste Elektrische hin und her. Insgesamt gab es zehn Trieb- und Beiwagen. Und sie schaffte eine Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern👍😊
Sie war nicht die einzige Straßenbahn in Frankfurt, aber alle anderen Bahnen wurden von Pferden gezogen. Warum diese auf Schienen liefen, also Trambahnen waren, kann ich nur mutmaßen. Ich nehme an, dass das Ziehen auf Schienen leichter fürs Pferd war und somit der Wagen selbst schwerer und mit mehr Sitzkapazitäten ausgestattet sein konnte. Ist so meine Vermutung. Weiß es von euch jemand genauer? In der Kommentarleiste unten könnt ihr gerne eine Nachricht hinterlassen. 
Es gab auf jeden Fall auch noch Pferdebusse, die dann ohne Schienen das Kopfsteinpflaster oder die unbefestigten Straßen bewältigten. 

Frankfurt hatte also seine erste elektrische Straßenbahn (und somit auch weniger Pferdeäpfel auf den Schienen 😛 - zumindest auf der Strecke).

Ungefähr so sah sie aus: 

Hab ich mal schnell für euch gezeichnet😍

Sie hatte übrigens einen ganz besonderen Namen: ›Knochenmühle‹ - oder wie die Frankfurter sagen: ›Knochenmiehl‹
Man wurde anscheinend durchgerüttelt wie in einer Knochenmühle😁😝 Ich schätze, gepolsterte Sitze waren noch nicht so in Mode. Außerdem fehlte ihr eine gute Federung und der Antrieb mittels Zahnräder war halt unruhig. 

Und ganz reibungslos funktionierte der Betrieb wohl auch noch nicht. So fielen die an die Stromleitungen gekoppelten ›Schiffchen‹ häufig aus den Kupferrohren, sodass ein unfreiwilliger Zwischenstopp eingelegt werden musste und die Kontaktschiffchen wieder ins Rohr gefriemelt werden mussten. Jeder Wagen führte hierfür extra eine Leiter mit (hab keine Ahnung, wo die steckte. Auf den Bildern konnte ich keine entdecken). 
Außerdem gab es zwischen 11 und 12 Uhr eine halbstündige Betriebspause, die die Mitarbeiter nicht zur Erholung nutzten, sondern um die Wagen mit Fett einzuschmieren. 

Ganz schön viel Arbeit, so 'ne Elektrische. Aber, wie gesagt: kein Pferdemist mehr😁 Und durch Ausprobieren und verbessern schreiten wir ja weiter voran😊

Ich habe euch übrigens nicht nur die Bahn gezeichnet, sondern hier gibt es auch noch einen  - wie nennt man ihn? - Trambahnführer. 



Einen Namen hat er auch schon: Kurt heißt er. Und Kurt wird uns in den nächsten Posts mit seiner Straßenbahn zu einigen historischen Schauplätzen bringen, die in meinem neuen Roman vorkommen werden. Ich hoffe, ihr werdet ein wenig Spaß haben mit Kurt und seiner Knochenmühle. 

Liebe Grüße
Jamie

Der Roman (noch fristet er ein Dasein ohne Titel) wird übrigens voraussichtlich im Juli erscheinen. In den letzten Posts habe ich ihn euch bereits ein wenig vorgestellt und eine Leseprobe gibt es auch. 

Meine Informationen habe ich unter anderem von Wikipedia


Historisches Frankfurt: Die Inhaltsangabe zum Roman

Hallo Freunde des historischen Romans,

wie im letzten Post angekündigt, verrate ich euch heute schon einmal, was meine Protagonistin Marie im Frankfurt des ausklingenden 19. Jahrhunderts so erlebt. Zwei Menschen sind es, die sie kennenlernt und die ihrem Leben einen neuen Impuls geben: Carla und Max.
Doch lest selbst:

Inhaltsangabe:

Frankfurt, 1887. Die 17-jährige Unternehmertochter Marie lernt Carla, eine junge Arbeiterin kennen, und schon gerät ihr Leben durcheinander. Kann es wirklich sein, dass es auch in der Fabrik von Maries Vater nicht gerecht zugeht? Marie kann das kaum glauben. Ihr Paps ist doch der beste und netteste Unternehmer überhaupt. Oder etwa nicht?
Sie beginnt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und will herausfinden, was in der Firma ihres Vaters falschläuft. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur.
Doch nicht nur Carla wirbelt Maries Leben gehörig durcheinander. Da gibt es noch Max, den sie beim Tanzkurs kennenlernt und in den sie sich hoffnungslos verliebt. Ihr Herz zerbricht, als Max plötzlich dem Tanzkurs fernbleibt. Wo ist er geblieben? Wird sie ihn jemals wiederfinden?
Zusammen mit ihrem Dienstmädchen Frida macht sie sich auf die Suche nach ihm ...

Und wenn ich mir den Roman mit seinen Konflikten zwischen Arm und Reich so anschaue, muss ich leider feststellen, dass wir auch heute noch ganz schön weit entfernt davon sind, in einer gerechten Welt zu leben. #blacklivesmatter #georgefloyd

Eine Leseprobe habe ich euch ja bereits mit dem letzten Post zukommen lassen. Als nächstes möchte ich euch ein paar Dinge mitteilen, die am Rande im Roman vorkommen. So hatte Frankfurt zum Beispiel die erste elektrische Straßenbahn von Deutschland. Sie verkehrte ab 1884 zwischen Frankfurt/Sachsenhausen und Offenbach. Alle anderen Bahnen wurden von Pferden gezogen. Ist das nicht interessant? - Von Pferden - auf Schienen. Ist einem heute gar nicht mehr bewusst, dass es das mal gab😊 Aber mehr dazu im nächsten Post.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und verbleibe ich mit vielen Grüßen
Jamie
Wünsche euch eine entspannte Zeit😊


Magst du historische Romane mit Handlungsort Frankfurt? - Kleine Leseprobe

Hallo liebe Freunde des historischen Romans🤗,
wie bereits im letzten Post mitgeteilt, spielt mein neuer historischer Roman in Frankfurt im Jahr 1887.


Da er erst im Juli erscheinen wird, ihr aber schon einmal hineinschnuppern dürft, gibt es jetzt eine kleine Leseprobe für euch. Ein paar Charaktere und Eckpunkte habe ich euch letztes Mal ja bereits verraten.
Lasst euch dieses Mal einfach eintauchen ins historische Frankfurt von 1887.

Dabei fällt mir ein: Kennt ihr schon das neue TimeRide in Frankfurt? Dort könnt ihr ab dem 20.06.2020 eine Zeitreise ins Frankfurt des 19. Jahrhunderts unternehmen. Na? Wie cool ist das denn?
Also ich freue mich schon drauf, wenn ich im Sommer in Frankfurt dabei sein werde!

Jetzt wünsche ich euch viel Vergnügen mit den ersten Zeilen aus meinem Frankfurt-Roman🤗

Leseprobe - Kapitel 1


Es war das Jahr 1887. Der alte Kaiser lebte immer noch. Der ebenfalls nicht mehr junge Kanzler Bismarck fädelte die Geschäfte ein, das Wilhelminische Reich wuchs und gedieh und die siebzehnjährige Marie triumphierte soeben über den Faden, der sich endlich durch die Öse der Nadel hatte quetschen lassen.
Die Sonne strahlte vom blauen Aprilhimmel und alles schien soweit in Ordnung zu sein, sowohl im prosperierenden Kaiserreich, als auch in Maries bürgerlichem Leben. Nur unterschwellig war da so ein Gefühl, dass Maries Leben sich ändern würde, ändern musste, damit sie nicht zwischen gestickten Deckchen und sonstigen Handarbeiten erstickte.
Die Schönheit des Tages fand dann an der Kaffeetafel ihr jähes Ende. Robert war schuld. Maries fünfzehnjähriger Bruder war eigentlich immer schuld und dann drehte er die Dinge so, dass letztendlich Marie bestraft wurde. Er liebte Detektivromane. Einen besaß er, der handelte von einem Mann namens Sherlock Holmes, und Robert bildete sich ein, nun selbst ein besonderer Detektiv zu sein, der über die Gabe der 'Deduktion' – wie er es nannte - verfügte. Jeder Schuh, der nicht korrekt geordnet in Maries Schuhschrank stand, wurde neuerdings auf diese Nachlässigkeit hin untersucht. Maries Empörung galt nicht nur der Tatsache, dass ihr Bruder Vermutungen über ihren Gemütszustand aufgrund der Ordnung der Schuhe äußerte, vor allem ärgerte sie sich darüber, dass er es wagte, in ihren Schuhschrank zu schauen. Doch auch bei Tisch stand sie ständig unter Beobachtung. Jedes unterdrückte Gähnen von Marie bemerkte er und er zog seine Schlussfolgerungen daraus. Meist mit dem Ergebnis, dass Marie den Zorn ihrer Mutter auf sich zog, da diese lediglich Maries Abwehrreaktionen wahrnahm, nicht aber das diese auslösende Verhalten ihres Sohnes. An diesem Nachmittag allerdings war zunächst er es, der unachtsam war, und ihm hätte es gut zu Gesicht gestanden, wenn er gemaßregelt worden wäre. Doch leider übertrumpfte Marie ihren Bruder schließlich mit dem, was sie auslöste.
Wie immer saß er vorgebeugt auf seinem Stuhl und spielte mit der Kuchengabel herum. Marie lenkte ihren Blick möglichst unauffällig auf Mutter, die kerzengrade neben ihr saß und nur leicht mit dem Mundwinkel zuckte, als das Dienstmädchen Frida jetzt die gefüllte Kaffeetasse und Untertasse neben Wilmas Teller platzierte und dabei den Kaffee in leichte Schwingungen versetzte. Frida blieb einen Moment mit angehaltenem Atem neben Wilma Fuchs stehen. Der Kaffee beruhigte sich, Frida atmete aus und ging mit der Kaffeekanne zu Anton Fuchs hinüber. Maries Vater griff bereits nach dem ersten Stück vom Ribbelkuche. Die Kaffeetafel war eröffnet und die Hände von Robert fuhren nach vorne und ergriffen ebenfalls eins der Streuselkuchenstücke.
Marie und Wilma warteten, bis Frida ihnen das Gebäck auf den Teller reichte.
Opa Oskar, der an der langen Seite neben Robert saß, schob bereits die letzten Krümel unter den Tisch, wo Hündin Patrizia sie normalerweise fleißig aufsammelte. Nur war Mutters Schoßhündin diesmal nicht zur Stelle. Sie lungerte aus irgendeinem Grund neben Maries Stuhl herum.
Opa bekam das aber gar nicht so genau mit. Denn Opa sah nicht mehr gut, war fast blind, wie er behauptete, was ihn aber nicht davon abhielt, ihnen zu fast jeder Mahlzeit etwas aus der Zeitung vorzulesen. Mit Lupe zwar und mit der Nase fast zwischen den Buchstaben und manchmal verrutschte er in der Zeile, doch insbesondere die Überschriften brachte er geordnet und wohlakzentuiert hervor.
So begann er jetzt, ihnen von einem Einbruch in der Apotheke am Römerberg vorzulesen, bei dem neben dem Griff in die Kasse auch noch Fässer mit Äther gestohlen worden seien.
"Fässer?" Paps runzelte die Stirn und legte seine Pfeife auf den Tisch, die er gleich noch in seinem Büro hier in der Villa zu rauchen gedachte.
"Diebstahl?", freute sich Robert, sprang vom Tisch auf und stieß gegen seine Tasse, die sich daraufhin auf der Untertasse wälzte.
Gleichzeitig ließ das Dienstmädchen die Tasse und Untertasse von Anton Fuchs fallen. "Verzeihung!" Sie schlug die Hände entsetzt vor den Mund und bückte sich schnell.
"Robert!", funkelte Marie ihren Bruder an, der bereits neben Opa Oskar stand und die 'Fässer' in 'Fläschchen' korrigierte.
Marie beugte sich vor und half Frida, die Scherben einzusammeln. Das Dienstmädchen war bleich geworden. Mit zitternden Fingern hielt sie die Reste der Tasse in der Hand.
"Ist nicht deine Schuld", versuchte Marie sie zu beruhigen.
Frida nickte und Marie wurde von Wilma Fuchs zurechtgewiesen, sich ordentlich an den Tisch zu setzen. Schnell richtete Marie sich wieder auf, drückte ihren Rücken durch und legte die Hände auf den Tisch. Auch Robert setzte sich wieder, allerdings ohne dass er zurechtgewiesen wurde. Nur Marie warf ihm einen ausdrucksvollen Blick zu, den er von ihr aus ruhig detektivisch oder deduktiv oder wie auch immer interpretieren durfte.
"Opa", rief Robert jetzt, denn um mit Opa zu sprechen, musste man seine Stimme schon ein wenig erheben. "Da müssen wir nachher mal hin. Vielleicht finden wir noch ein paar Spuren."
Und während Frida abermals ein paar Scherben zu Boden glitten und einen nicht wohlwollenden Blick der Hausherrin erntete, grinste Opa und antwortete ebenso laut: "Jau, mein Junge, das machen wir."
Opa gab zwar nie zu, dass er nicht mehr gut hörte, aber für alle anderen war das eine Tatsache. Wer abgesehen von lauten Antworten, andauernd bei den Worten "Reichst du mir die Butter" "Reife gut mit Luther" verstand, und auch ansonsten gerne mit einem "Hä?" nach Wiederholung des Gesagten verlangte, mit dessen Ohren konnte etwas nicht ganz stimmen.
Marie schüttelte unmerklich den Kopf, ein leichtes Grinsen zeichnete sich in ihrem Gesicht ab. Opa. Der mit dem Unfug im Kopf, sagte Maries Freundin Sophie gerne. Mutter war stets empört, doch bei Papa besaß Opa so etwas wie Narrenfreiheit. "Lass ihn mal", pflegte er zu sagen. Und: "Hauptsache, er hat noch Spaß und genießt seine letzten Jahre."
Frida hatte soeben die Kaffee- mit der Teekanne getauscht und stellte für Robert die Teetasse auf den Tisch. Robert war blöd genug, den Tee zu sich zu nehmen, als sei es eine Limonade. Eine kalte Limonade, nur, dass sein Getränk alles andere als kalt war. Das merkte jetzt auch Robert. Ruckartig beugte er sich vor und gab röchelnde Laute von sich. Zum Schutz von Teller und Tischdecke hielt er sich die Hand vor den Mund, der Tee fand dennoch seinen Weg auf die Stickwerk, das Mutter erst diese Woche in unendlich lang andauernder Handarbeit fertiggestellt hatte.
Wilma sprang auf. Maries Rücken wurde noch gerader, Anton Fuchs zog die Augenbrauen hoch und Opa griff nach einem Frankfurter Brenten.
"Robert!" Wilma wedelte hektisch mit den Armen. "Frida, Tuch und Gallseife, aber schnell!"
Frida rannte los.
Doch was dann folgte, war schlimmer und ließ die paar Tröpfchen, die die Tischdecke zierten, vergessen. Marie, gerade damit beschäftigt, voller Schadenfreude ein angemessen entsetztes Gesicht zu ziehen, stieß mit einer ruckartigen Bewegung gegen ihre eigene, mit demselben heißen Zeug gefüllte Tasse. Die Tasse schleuderte schwungvoll bis zum Tischrand, schoss über diesen hinaus und ergoss ihren Inhalt Richtung Boden. Zwar fingen Maries flinke Finger die Tasse noch auf, doch das neben ihrem Stuhl quietschende Bündel zeugte davon, dass dem Inhalt der Tasse ein Volltreffer auf Mutters Malteser-Schoßhund gelungen war.
Patrizia raste quer durch den Salon. Sie verlieh ihrem Schmerz eine klare, sehr hohe Stimme. Mutter und Frida, mit Lappen und Gallseife bewaffnet, folgten ihr. Marie war unfähig, etwas zu tun. Wie versteinert starrte sie den rasenden Dreien hinterher. Auch Robert saß auf seinem Stuhl und spendete einen staunenden Blick. Opa Oskar hingegen runzelte die Stirn und sagte: "Da quietscht etwas." Sein Blick schweifte suchend umher. "Hört ihr das denn gar nicht?"
Und während Opa noch fragte, ob nicht jemand mal das Quietschen abstellen könne, handelte Anton Fuchs. Im passenden Moment schnellte seine Hand neben seinem Stuhl nach unten und umfasste Patrizia mit festem Griff. Er übergab das jaulende Tier Frida mit der Aufforderung, dem Hund ein kühlendes Bad zu verschaffen.
Frida nickte und eilte davon. Wilma Fuchs folgte ihr.
Marie spürte nun den Blick ihres Vaters auf sich ruhen.
Und Opa freute sich. "Jetzt hat's aufgehört", sagte er.
"In dein Zimmer." Anton Fuchs nickte kurz Richtung Treppenhaus. "Für den Rest des Tages."
Marie schluckte, stand auf und eilte die Treppe hinauf.
Opa Oskar schaute von Anton zu Robert. "Wo sind denn die Weibsbilder alle hin?", fragte er.
"Weg", meinte Anton.
Opa Oskar schüttelte den Kopf. "Typisch", ließ er verlauten. "Kaum hat man sie, sind sie auch schon wieder weg."
Anton unterließ es, zu fragen, ob sein Vater damit die diversen Liebschaften meinte, die er damals nach Mutters Tod ins Haus geschleppt hatte. Er stand auf, ging in die Eingangshalle, nahm Jacke und Hut und verließ das Haus durch den Vordereingang. Er hatte genug Sorgen in seiner Firma. Insbesondere, was die Arbeitsmoral seiner Arbeiter anging. Und dann war da noch sein Buchhalter Bechtoldt, der ihm mit der etwas kreativen Buchführung Kopfschmerzen bereitete. Doch am allerschlimmsten war sein Aufseher Janssen. Wenn er nur wüsste, wie er den ein für alle Mal loswerden könnte.
Tief in seine Gedanken versunken eilte er den Kettenhofweg entlang. Zwei Querstraßen weiter wartete sein Kutscher Josef mit dem Landauer. Der Fabrikant Anton Fuchs stieg er ein und wies Josef an, ihn zum Büro zu fahren. Bis zum Mathildenviertel in Offenbach hätte er noch eine halbe Stunde Zeit, darüber nachzudenken, wie er seine Bilanz in Ordnung brachte.

(Übrigens: Die "Gänsefüßchen" werden fürs eBook und Taschenbuch noch in Guillemets umgewandelt und dann wird es auch passende Einrückungen geben😊)
Stay safe💖